Joel Cederberg wurde 1988 in einer kleinen Stadt in Südschweden geboren, aber die meisten  Kindheitsjahre verbrachte er im idyllischen Osten der südlichsten schwedischen Halbinsel Skåne.

Im deutschen Fernsehen spielte er 2018 in der Fernsehserie “Aber ich liebe dich nicht” von Max Färberböck und Bavaria Productions GmbH.

In den griechischen Kinos haben wir den schwedischen Schauspieler und Model Joel Cederberg erstmals gesehen in der Rolle eines Deutschen, in dem Film von Nikos Zapatinas mit dem Titel “Warten auf der Patentante”. Dies war der Grund für unser erstes Interview über den griechischen Film.

Für dieses zweite Interview haben wir uns getroffen in Berlin, in einem Cafe in Prenzlauer Berg und uns gesprochen über Acting und Modelling.

Das Modelling

“Ich habe das Modelling mit 27 Jahre angefangen. Ich habe vorher in Russland gewohnt, ich habe in Moskau fuer 2 Jahre als Diplomat gearbeitet. Da, hat mir jemanden gesagt, “vielleicht kannst du Modelling ausprobieren”… Ich habe dann eine russchiche Agentur gefunden, ich wollte gerade anfangen, aber die Botschaft, wo ich arbeitete, hat mir gesagt, das duerfte ich nicht machen. Deswegen hatte ich das im Hinterkopf als eine Moeglichkeit. Fuer mich ging es nie darum, dass ich modelling machen will, sondern es ging immer um Schauspielen, aber irgendwie habe ich gedacht, dass durch Modelling einfacher den Geschaeft von Schauspielerei reinzukommen koennte. Erlich gesagt, weiss ich nicht, ob es stimmt, deswegen mache ich ziemlich wenig Modelling.

Ich habe nicht die grosse Erfahrung. Ich habe meistens Katalogen-Jobs gemacht und das ist wirklich Arbeit… Du musst ueben: T-Shirt, Pose, Pose, Pose, klick, klick, klick, fertig, naechste. Also das heisst, wie ich stehen soll, damit das T-Shirt so gut wie moeglich aussieht. Und die Fotografen, haben auch weniger Geduld.

Modelling ist teilweise genau das Gegenteil von Schauspielen. Schauspielen funktionniert, wenn man kann echt sein und echte Menschen denken nicht immer an “wie ich sehe jetzt aus”. Nur als Model soll ich daran denken. Jetzt weiss ich, dass die beiden nicht so gut kombinieren koennen. Deshalb habe ich das Modelling zur Seite verschoben”.

joeljoel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

https://www.louisa-models.de/model/2843/joel#

Konkurrenz

“Beim Castings muss man sein Bestes geben. Ich versuche kein Spiel zu spielen. Ich habe einen Kumpel, mit dem wir die E-Castings zusammen machen. Mir ist die Beziehung wichtiger und am Ende, wenn wir uns helfen, beide davon profitieren koennen. Man sollte sich auf die Aufgabe konzentrieren. Die Aspekten, die man nicht kontrollieren kann, muss man zur Seite lassen.

Fuer das Schauspielen und das Modelling gilt, dass man die meisten Jobs nicht kriegt. So, entweder wirst du wirklich entaeuscht oder du denkst, dass du dich gut vorbereitet hast, aber der Fall ist, wie es ist. Also entweder du akzeptierst das oder du musst aufhoeren. Es hilft auch sehr, wenn du mehrere Projekte hast”.

Beschreibe dich…

“Ich wuerde sagen, ich bin neurotisch. Ich denke viel ueber das, was wird jetzt oder was ich koennte anders machen. Ich weiss, dass ich gut schlafen, trainieren, meditieren muss – alles unter Kontrolle! Ich habe das von meinem Schauspielen-Coach gelernt, von Leuten die sehr inspirierenden finde. Dann, habe ich fuer mich ausgesucht, welche Sachen funktionieren koennten.

Zum Beispiel, jetzt, habe ich entschieden fuer drei Monate kein Alkohol zu trinken. Ich gehe sehr gern feiern, ich bin kein Monk! Aber, wenn ich nicht mein Programm durchziehe, dann kann ich nicht produktiv sein”.

joeljoel cederberg

http://www.joelcederberg.com/new-gallery

 

Modelling und gut aussehenden Models

“Es gibt bestimmt objective Kriterien. Aber generell wollen die Leute mit positiven Menschen arbeiten, die eine gute Energie haben. Ein Kumpel von mir aus Schweden ist immer gut darauf. Es gibt Leute, die sehen besser aus als anderen, aber die haben nicht diese tolle Energie.

Also manchmal geht es nicht darum, dass die Person gut aussieht, sondern sie soll ein besonderes Gefuehl ausstrahlen und einfach cool sein. Und ein guter Fotograph, er findet immer was schoenes in einer Person. Der ist der Kuenstler am Set”.

Das Acting

“Als ich 14 Jahre alt war, in der Schule, hat meine Mutter vorgeschlagen das Acting zu probieren: es war eine Gruppe von Kindern, die nach dem Unterricht Schauspielen wollten. Es war diese traditionnel Schauspieluebungen und viele Improvisationen.

Danach gab es ein Musikal, da war ich dabei, ich habe nicht gesungen, aber getanzt. Ich habe in einer Szene von “A Street Car named Desire” von Tenesse Williams mitgespielt und das hatte mir sehr gefallen. Also dachte ich, das wuerde ich gerne machen, aber meine Eltern, die Lehrer sind, wollten lieber, dass ich studiere. Das ist ein Job, die andere Menschen moegen, aber es ist nicht fuer mich. Und danach war in der Armee in Schweden, da habe ich russisch gelernt und dann, wie gesagt, nach Moskau gezogen”.

Vorbilder

“Marlon Brando, auf jeden Fall!

Michael Fassbender finde ich super, auch Brad Pitt in manchen Rollen, Leonardo Di Caprio, Merryl Strip sind grossartig! Daniel Day Lewis natuerlich. Alicia Vikander aus Schweden, sie hat im neuen Tomb Raider gespielt”.

Wie wichtig ist die Kommunikation zwischen Kollegen?

“Am wichtigsten ist die Beziehung zwischen dem Schauspieler und dem Regisseur. Wenn man nicht eine gute Kommunikation mit einer Kollege haben kann, gibt es viele Methoden um da weiter zu kommen – Personalisierung zum Beispiel. Also, wenn du, als Schauspieler, mich furchtbar findest, musst du mich in deinem Kopf mit einer andreren Person ersetzen.

Jetzt, mache ich fast nur “die Meisner Methode”. Damals war die Methode von Stanislavski (ich tu so als ob…). Die Meisner Teknik, geht um dass der Schauspieler in einer bestimmten Moment present ist und wirklich zu zuhoert”.

Theater oder Kino?

“Kino”.

In Komedie oder in Drama, wo bist du besser?

“Kann ich nicht sagen, hat auch zu tun mit der Vorbereitung. Ein ist sicher aber : mit Komedie merkst du sofort, wenn es nicht fontionniert. Andersrum Schauspielern, die gut in Komedie sind, sind auch gut in dramatischen Rollen, wie Steve Carell”.

Machst du irgendwelche rituel vorher?

“Ich erzaehle ueber castings und fotoshoot. Fuer castings, versuche ich den Text, so viel wie moglich, zu wiederholen. Es ist ein Teil meines Koerpers, weil dann kann ich mich auf Spielen konzentrieren. Der Text ist wie eine Choreographie von Mund”.

Welche Rolle moechtest du in der Zukunft spielen?

“Es gibt ganz viele interessante Rollen… vom Shakespeare fast allen Rollen. Mir gefallen die Rollen, die halt vielseitig sind, zum Beispiel Leonardo di Caprio in Black Diamond, Michael Fassbender in Shame oder Der Pate und Ein verborgenes Leben“.

Bist du religioes?

“Ich bin nicht glaeubig und ich bin nicht getauft. In Schweden sind die meisten Leute agnostiker, obwhol in die Papier sind Protestanten”.

Was ist das wichtigste fuer dich im Leben?

“Ich interessiere mich mehr und mehr fuer Meditation und Bewusstsein. To live and examine Life auf englisch”.